Bevölkerung

Frühe Aufzeichnungen lassen vermuten, daß es weit auseinanderlebende Stämme gegeben hat, aber die ersten registrierten Siedler kamen vor ungefähr 1400 Jahren an. Bhutans einheimische Bevölkerung sind die Drukpa. Drei große ethische Gruppen, die Sharchops, die Ngalops und die Lhotshampas (nepalesischen Ursprungs) machen das heutige Drukpa aus. Die frühesten Siedler Bhutans, die Sharchops, wohnen überwiegend im Osten. Ihr Ursprung kann bis zu den Stämmen von Nord-Burma und Nord-Ost-Indien zurückverfolgt werden. Die Ngalops wanderten vom tibetanischen Flachland nach Bhutan ein und brachten den Buddhismus ins Königreich. Viele der Lhotshampas wanderten in das südliche Tiefland, um dort zu Beginn des 20. Jahrhunderts Äcker zu bewirtschaften.

Die Beschaffenheit des Landes hielt die drei Gruppen weitestgehend voneinander entfernt, bis in der Mitte dieses Jahrhunderts Straßen von Osten nach Westen erbaut wurden. Das Ergebnis sah folgendermaßen aus: Die Sharchops behielten ihren Einfluß im Osten, während die Ngalops im Westen die Oberhand gewannen. Und die Nepalesen behielten ihr zu Hause im Süden Bhutans.

Die kontrastreiche ethnische Vielfalt der bhutanischen Einwohner hat zur Folge, daß verschiedene Sprachen und verschiedene Dialekte in Bhutan gesprochen werden. Die Amtssprache ist Dzongkha und wird in allen Schulen unterrichtet. Daher unterscheiden sie sich nur im Dialekt, wobei es zwischen Bewohnern im Osten und im Westen zu großen Problemen mit der Verständigung kommen kann.

Die nationale Zeitung, Kuensel, wird in Dzongkha, Englisch und Nepalesisch verfaßt. Eine wachsende Anzahl an Personen, besonders in den städtischen Gebieten, sprechen Englisch. In Bhutan wird gegenwärtig in Englisch unterrichtet. Aber es gibt ständige Bemühungen, mehr Bücher in Dzongkha zu schreiben und Dzongkha als Hauptsprache im Unterricht zu verwenden.
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