Geographische Fakten

Am Nordrand des Indischen Subkontinents zwischen 80 und 88 Grad östlicher Länge und 26 und 30 Grad nördlicher Breite - etwa auf der Höhe der Kanarischen Inseln - erstreckt sich Nepal. Das Land liegt eingekeilt zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde. Im Süden und Westen breitet sich Indien und im Norden die Tibetische Region der Volksrepublik China aus. An der Ostgrenze liegt das von Indien annektierte Königreich Sikkim.
Das Landesgebiet umfaßt drei Höhenzonen: Die Gebirgsrücken des Himalaya, das dem Hochgebirge vorgelagerte Bergland und der meist flache, fruchtbare Streifen an der indischen Grenze, das Terai. Die zwei Haupttäler sind das Kathmandu- (1.200 m) und das Pokhara-Valley auf 900 m Höhe. Nepal ist etwa 900 km lang und zwischen 100 und 241 km breit. Die Gesamtfläche beträgt 147.181 qkm, davon machen das Terai ein Drittel und das Kathmandu Tal 5 % aus. Wir haben es mit dem durchschnittlich höchsten Land der Erde zu tun: Außer dem Mt. Everest weist der nepalische Himalaya noch weitere neun Achttausender auf! 22 Gipfel sind über 7.000 m und 250 über 6.500 m hoch! 10 % der Landesfläche liegen über 5.000 m, 30 % über 3.000 m, 25 % zwischen 1.000 und 3.000 m und nur 35 % der Fläche unter 1.000 m hoch. Aber immerhin liegt der tiefste Punkt im Terai bei nur 70 m über NN!
Die höchsten Berge sind der Mt. Everest (in Nepali "Sagarmatha", auf tibetisch "Chomolungma") mit 8.848 m, Lhotse Shar (8.363 m), Dhaulagiri (8.172 m), Manaslu (8.153 m) und Annapurna mit 8.078 m.
Die Schneegrenze liegt bei 5.000 m. Gerste und Kartoffeln wachsen bis 4.300 m, wo auch die Baumgrenze liegt. Der Himalaya ist mit höchstens 70 Millionen Jahren ein relativ junges tertiäres Faltengebirge, in das sich im Laufe der Jahrmillionen zahlreiche, aus Tibet kommende Flüsse tiefe Durchbruchstäler gruben, von denen das des Kali Gandaki mit 6.000 m Tiefe das größte der Welt ist. Alle diese Flüsse münden später direkt oder indirekt in den Ganges. Entlang diesen Tälern lagen vor der chinesischen Besetzung Tibets die traditionellen Handelswege zwischen Tibet und Indien. Heute sind sie beliebte Trekkingrouten, ebenso wie die wichtigsten Bergpässe, deren bekanntester wohl der 5.715 m hohe Nangpa La nördlich von Namche Bazar ist.


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